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Gewinner 2011

ERSTER PREIS

Vereinigtes Königreich "Europe & Me"

Europe & Me ist ein Online-Lifestyle-Magazin, das von jungen Europäern für junge Europäer ins Leben gerufen wurde. Entsprechend seinem Motto ("make Europe personal") soll ein persönliches Verhältnis zu Europa hergestellt werden, da Europa oft nur mit Politik und Bürokratie in Verbindung gebracht wird. Neue Ausgaben erscheinen alle drei Monate unter www.europeandme.eu. Im Januar 2011 startete das Magazin einen Blog - den "6. Sinn", der regelmäßig aktualisiert wird, um den dreimonatigen Erscheinungszyklus des Magazins zu ergänzen. Das Gründungsteam bestand aus acht Personen mit sechs verschiedenen Staatsangehörigkeiten; die Autoren und Leser kommen aus zwanzig Ländern. Innerhalb von weniger als drei Jahren sind elf Ausgaben erschienen, die über 20 000 europäische Leser erreicht haben; es wurden Gelder für einen Workshop für junge europäische Journalisten aufgebracht und der Workshop wurde organisiert, wir trampten durch ganz Europa, um dessen viele Gesichter zu entdecken, und mittlerweile umfasst die Online-Community des Magazins mehr als elfhundert Teilnehmer. Über einhundert Autoren haben bisher für das Magazin geschrieben. Redakteure, Autoren und die Community arbeiten auf freiwilliger Basis für ein gemeinsames Ziel: Es geht darum, das Gefühl eines neuen, transnationalen Lebensstils einzufangen. Europe & Me hat sich schon einmal um den Karlspreis beworben, ihm wurde aber kein Preis auf europäischer Ebene verliehen. Doch wir sind der Ansicht, dass die Tatsache, dass wir nach wie vor sehr engagiert arbeiten und es sich bei unserem Magazin nicht um ein einmaliges Projekt handelt, für uns und nicht gegen uns sprechen sollte. Das macht uns Mut, uns erneut zu bewerben. Seit dem letzten Jahr ist das Projekt in einer Weise gewachsen, wie wir es uns nicht hätten vorstellen können, und hat ganz neue Dimensionen angenommen. Vor einem Jahr war Europe & Me in erster Linie ein cooles Magazin, an dem Menschen gemeinsam arbeiteten. Heute ist Europe & Me eine Plattform, die es dem Einzelnen ermöglicht, die Initiative zu ergreifen, sich zu entwickeln und Gleichgesinnte zu finden. Diese neue Dimension lässt sich vielleicht auch daran erkennen, dass sich die Seitenanzahl unserer Bewerbung im Vergleich zum vorigen Jahr verdoppelt hat. In Anbetracht all dieser neuen Initiativen, an denen sich Hunderte Menschen mehr als zuvor beteiligten, sowie all dessen, was wir bereits im letzten Jahr erreicht haben, möchten wir es noch einmal versuchen.

ZWEITER PREIS

Griechenland "Balkans Beyond Borders"

Balkans beyond Borders (BBB) 2010. Das BBB-Projekt wurde 2009 als ein Kurzfilmwettbewerb aus der Taufe gehoben, dem sich eine Abschlussveranstaltung in Belgrad anschloss. Es wandte sich an junge Menschen in Südosteuropa, die sich für die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte der regionalen Zusammenarbeit und das Filmschaffen interessieren. Vorrangiges Ziel des Projekts war es, junge Menschen anzuregen, über die Situation ihrer Region nachzudenken und ihnen die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit für die künftige Entwicklung ihrer Länder vor Augen zu führen. Es wurden zehn Kurzfilme vorausgewählt und auf der Abschlussveranstaltung gezeigt. Der erstplatzierte Film wurde dann als Wettbewerbsbeitrag auf dem Naoussa Film Festival in Griechenland eingereicht und anschließend zu verschiedenen Anlässen gezeigt. Balkans beyond Borders 2011. Im Jahr 2010 wurde das Projekt erweitert und umfasst nunmehr vier verschiedene Komponenten. Der Haupttätigkeitsbereich des Projekts erstreckt sich nach wie vor auf die Organisation eines thematischen Kurzfilmfestivals, das jedes Jahr in einer anderen Stadt auf dem Balkan stattfindet. 2010 lautete das Thema "Who is afraid of the Big Bad Crises". Die Jugendlichen waren aufgefordert, sich mit einem Film zu beteiligen, der einen Aspekt einer "Krise" thematisiert. Die Preisträgerfilme werden ein Jahr lang bevorzugt aufgeführt und vermitteln so einen Eindruck von der Kultur und der Kreativität der Jugend der Region. Bei der zweiten Tätigkeitskomponente handelt es sich um die Durchführung von drei Workshops. Zehn Jugendliche aus verschiedenen Ländern kommen für eine Woche in einer Hauptstadt der Region zusammen, um gemeinsamen einen Kurzfilm zu produzieren und damit traditionelle Methoden des Filmschaffens in Frage zu stellen. Alle drei Filme werden denselben Moment der Krise zum Ausgangspunkt haben und sich mit denselben Schlüsselmomenten befassen. Indirekt werden sie damit verdeutlichen, wie unterschiedliche kulturelle Umfelder und Gruppen mit einer Krise umgehen. Die Filme werden im Laufe des Festivals aufgeführt werden. Die dritte Komponente betrifft die Unterstützung eines Netzwerks von Personen aus der Region, die gemeinsame Ziele und Interessen haben. "BBB-Botschafter" werden das Projekt und seine Ziele in ihren jeweiligen Heimatländern propagieren, indem sie vor Ort von unseren Aktivitäten berichten, Ideen entwickeln und deren Realisierung übernehmen. Ferner sind akademische Seminare vorgesehen, die sich mit für die Region relevanten Themen befassen werden, sowie Diskussionen, denen ein Festivalkurzfilm vorangehen wird, über den die Teilnehmer anschließend diskutieren können. Damit sollen die Studenten angehalten werden, sich während ihres Hochschulstudiums eingehender mit ihrer jeweiligen Region zu befassen.

DRITTER PREIS

Spanien "Escena-Erasmus-Projekt"

Das 2009 ins Leben gerufene Escena-Erasmus-Projekt ist ein neuartiges europäisches Projekt, das sich vor allem an Erasmus-Studenten wendet. Geplant ist die Entwicklung eines Theaternetzwerks, das den Austausch zwischen europäischen Studententheatern fördern soll. Es soll ein produktiver Raum für den kulturellen und sprachlichen Austausch entstehen. In Anbetracht der Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums sind wir der Ansicht, dass sich die europäische Einigung auch auf andere, ebenfalls mit der Bildung in Verbindung stehende Erfahrungen erstrecken sollte. Diese Erfahrungen sollten auch Bestandteil eines Hochschulraums sein. Wir sind der Ansicht, dass die akademische Welt bei der Förderung von Aktivitäten, die die Erfahrung des europäischen Austauschs bereichern und Räume der Integration und Verständigung zwischen verschiedenen Völkern, Kulturen und Sprachen in Europa schaffen, die Initiative ergreifen sollte. Deshalb setzt sich das Projekt "Escena Erasmus" für die Schaffung eines Universitätsnetzes ein, das den Austausch von vor allem von Erasmus-Studenten erarbeiteten Theateraufführungen ermöglicht. Denn auch das ist Europa: Schauspieler aus verschiedenen Ländern, die in einer Fremdsprache vor einem europäischen Publikum spielen. "Escena Erasmus" wurde von jungen Universitätsabsolventen, die teilweise promoviert haben, entwickelt und wird auch von ihnen geleitet. Sie sind aus der Theaterbewegung der Universität hervorgegangen und haben nunmehr eine professionelle Theatercompagnie namens CRIT (Companyia de Recerca i Innovació Teatral) gegründet. "Escena Erasmus" hat seinen Sitz an der Universität Valencia, die im Hinblick auf die Zahl an ausländischen Erasmus-Studenten in Europa an zweiter Stelle steht. Das Angebot des europäischen Theaterprojekts "Escena Erasmus" umfasst: Theater-Workshops für ein Semester und für ein Jahr mit einer Abschlussaufführung für Erasmus-Studenten und einheimische Studenten (70 % Erasmus-Studenten / 30 % einheimische Studenten); die Bildung einer Theatercompagnie mit den an den Workshops teilnehmenden Studenten, die jährlich eine Aufführung produziert und damit an Partneruniversitäten gastiert; die Entwicklung eines langfristigen Netzes für den Theateraustausch zwischen europäischen Universitäten, das seinen Sitz an der Universität Valencia hätte.